Beispiel eines Bombardier Privatjets

Einen Bombardier Privatjet chartern

Der Flugzeughersteller Bombardier – offiziell Bombardier Inc. – ist ein renommierter kanadischer Hersteller von Business-Jets mit Hauptsitz in Montreal. Die Flugzeuge werden heute in den USA, Mexiko und im kanadischen Hauptwerk in Quebec gefertigt. Das Unternehmen, das in den frühen 1940er Jahren als Hersteller von Schneemobilen begann, konzentrierte sich in den 1960er Jahren zunächst auf den Schienenverkehr, bevor es 1984 mit der Übernahme von Canadair in die private Luftfahrt einstieg. Heute wird Bombardier für seine Erfahrung im Bau zuverlässiger Business-Jets geschätzt: Mit rund 4.700 Flugzeugen im weltweiten Einsatz ist Bombardier derzeit der zweitgrößte Hersteller von Business-Jets der Welt nach Gulfstream.

Die drei aktiven Flugzeugfamilien von Bombardier decken eine breite Palette an Größen und Reichweiten ab und machen das kanadische Unternehmen zum Komplettanbieter für private Business-Jets. Zu den Kunden zählen auch zahlreiche internationale Fluggesellschaften wie Air Canada, Korean Air, Lufthansa, Gulf Air und Delta.

Bombardier Privatjet-Charter: Eckdaten des Flugzeugherstellers

Bombardier Challenger 350
Der beliebte Midsize Jet Challenger 350 von Bombardier
  • Kanadisches Traditionsunternehmen mit über 50 Jahren Erfahrung im Bau von Privatflugzeugen.
  • Rund 4.900 Flugzeuge im Einsatz
  • 5,6 Mrd. USD Umsatz (2020)
  • 16.000 Mitarbeiter (2020)
  • Bombardier Inc. (BDRBF) ist an der Börse in Toronto notiert, die Aktien werden aber auch an den großen deutschen Börsen gehandelt.
  • Bombardier Museum in Valcourt in der kanadischen Provinz Quebec, das dem Lebenswerk des Gründers Joseph-Armand Bombardier gewidmet ist.
  • Der Airbus A220 wurde ursprünglich von Bombardier als C-Series mit den Modellen CS100 (heute Airbus A220-100) und CS300 (heute Airbus A220-300) entwickelt und gebaut.
  • Gewinner des „Best new Jet Award 2020“ des renommierten Luftfahrtmagazins Aviation International News (AIN) mit den Modellen Global 6500 & Global 5500.
  • Unternehmensführung: Éric Martel (Präsident, CEO)

Vom Global Player zum Nischenanbieter für Midsize und Large Jets

Learjet 75 Liberty im Landeanflug
Von Kunden für Geschwindigkeit, Reichweite und Zuverlässigkeit geschätzt: der Learjet 75 Liberty, erhältlich seit 2020

Bombardier ist seit 1969 börsennotiert und war im Laufe seiner Geschichte in den verschiedensten Bereichen des Transportwesens tätig. Das dynamische Portfolio des 1942 als L'Auto-Neige Bombardier Limitée gegründeten Unternehmens ist hauptsächlich auf Akquisitionen und Verkäufe zurückzuführen.

Das legendäre Schneemobil Bombardier 1931 war das erste Produkt des Unternehmens. Bis zur gesetzlichen Regelung der Schneeräumung auf Verkehrswegen waren Schneemobile als winterliches Transportmittel in schneereichen Gebieten praktisch alternativlos. Bis Ende der 1960er Jahre beschränkte sich das Produktportfolio von Bombardier auf die Herstellung von Winter- und Geländefahrzeugen. Im Jahr 2003 wurde die Sparte aus dem Unternehmen ausgegliedert und als „Bombardier Recreational Products“ verkauft. Heute ist diese vor allem für die Schneemobil-Marke SKI-DOO bekannt.

Durch eine Akquisition stieg Bombardier 1970 in die Herstellung von Schienenfahrzeugen ein. Durch weitere Übernahmen wurde Bombardier mit seiner Sparte Transportation im Jahr 2001 zum Weltmarktführer für Schienenfahrzeugtechnik. 2021 wurde die Sparte vom französischen Konzern Alstom übernommen.

Ebenfalls durch Akquisitionen stieg Bombardier Ende der 1980er Jahre in den Luftfahrtsektor ein, der in der Sparte Bombardier Aerospace angesiedelt war. Zunächst wurden nur die etablierten Flugzeugmodelle weitergebaut, bevor Mitte der 2000er Jahre zwei Neuentwicklungen, die Global und die C-Series, das Portfolio ergänzten.

Nach einer langen Phase der Diversifizierung erfolgte ab 2020 die Konsolidierung der Geschäftsfelder: Zunächst wurde die Regionalflugzeugsparte an Airbus Canada verkauft. Wenige Monate später gab Bombardier die Einstellung der Learjet-Produktion bekannt. Die Wartung der mehr als 1.000 aktiven Learjets werde jedoch fortgesetzt.

Das Business-Jet-Portfolio von Bombardier

Private Suite im Global 6500
Luxus, Komfort und Privatsphäre: Die Private Suite im Bombardier Global 6500

Der Learjet gilt als „Urvater aller Business-Jets“ und wird seit fast 60 Jahren produziert. Die Learjet-Varianten 45 und 75 werden dem Segment der Super Light Jets zugeordnet. Im Februar 2021 kündigte Bombardier an, die Produktion des Learjet aufgrund schwieriger Marktentwicklungen einzustellen.

Die Modelle 300 und 350 der Challenger-Familie gehören zu den Midsize Jets und sind für den Kurz- und Mittelstreckenbetrieb konzipiert. Der Challenger 850 hingegen gehört mit seinen 13 Sitzen bereits zu den Super Large Jets.

Abgerundet wird das Portfolio durch die Global-Familie mit dem bekannten Modell Global 6000. Die Reichweite dieser sogenannten Langstreckenjets ist mit der von Verkehrsflugzeugen vergleichbar.

FAQ

Wie viel kostet ein Bombardier Business-Jet?

Ein neues Bombardier-Flugzeug kostet zwischen 9,9 Millionen US-Dollar für die neueste Variante des Super Light Jets Learjet 75 Liberty und rund 71 Millionen US-Dollar für den geräumigen und reichweitenstarken Business-Jet Global 8000.

Wie viele Business-Jets baut Bombardier pro Jahr?

Zwischen 2007 und 2020 lieferte Bombardier seinen Geschäftsberichten zufolge zwischen 114 (2020) und 235 (2009) Business-Jets aus. Die letzten vier Jahre des Berichtszeitraums (2017 - 2020) verzeichneten die geringsten Auslieferungen.

Welche Triebwerke werden in Bombardier-Flugzeugen eingesetzt?

Bombardier verwendet für seine Flotte Triebwerke von Honeywell, General Electric (GE) und Rolls-Royce.

FlugzeugmodellAntrieb
Learjet 75 LibertyHoneywell TFE731-40BR
Challenger 350Honeywell HTF7350 Turbofans
Challenger 650GE CF34-3B MTO
Global 5500Rolls-Royce Pearl-Triebwerk
Global 6500Rolls-Royce Pearl-Triebwerk
Global 7500GE Passport
Global 8000GE Passport

Wo werden Bombardier-Flugzeuge gebaut?

Die drei Bombardier-Flugzeugfamilien Learjet (bis 2021), Challenger und Global werden an unterschiedlichen Standorten gebaut. Die Flugzeugkomponenten werden im Werk in Mexiko gefertigt, während die Endmontage an Standorten in den USA und Kanada stattfindet.